|
Gutachten
Trockenlegung
Werkstattbericht 1
SCHADEN
- MANGEL
Ein öffentliches
Gebäude mit starkem Publikumsverkehr wurde im Kellergeschoss gänzlich
und im Erdgeschoss ca. 30 cm hoch durch Hochwasser überflutet. Die
gesamte Überflutungsfläche betrug ca. 2000 m2. 2-3 Tage nach
der Überflutung waren die Hochwassermassen aus dem Gebäude ausgepumpt.
Danach begann über einige Monate hindurch eine intensive mechanische
Trocknung der Räume, insbesondere der schwimmenden Estriche mit der
darunterliegenden 80 mm Mineralfaserdämmung. Aufgrund der großen
Fläche wurde abschnittweise getrocknet. Gegen Abschluß der
Arbeiten und vor Bezug der Räume sollte durch das Gutachten geklärt
werden, ob hygienische oder technische Beeinträchtigungen im Parteienbetrieb
zu erwarten sind.
Bewegen
Sie den Zeiger über die kleinen Bilder auf der linken Seite!
Trocknung, Feuchtemessung
und Probenahme nach Hochwasser
| Bild |
. |
| oben |
-
Hallenbereich mit umfangreicher Lufttrocknergerätschaft
und Verteilungsschläuchen, die Warmluft unter den schwimmenden
Estrich einblasen und anderorts wieder absaugen |
| Mitte |
-
Nachprüfung wichtig! Erhebliche Teile der mechanisch getrockneten
Bereiche weisen noch immer erhebliche Materialdurchfeuchtung auf.
Firmenunabhängige Überprüfung ist wichtig. |
| unten |
-
Um die Druckfestigkeit der Mineralwolleplatten zu prüfen, werden
Materialproben entnommen und einer autorisierten Prüfanstalt
zugeführt. Es ist deutlich zu erkennen, dass das untere Drittel
der Estrichschicht durchfeuchtet (dunkle Färbung) ist. |
ANALYSE
- URSACHE
| Analyse
|
|
| Physikalische
Analyse |
-
Temperatur/Luftfeuchtemessung |
| . |
-
Infrarot - Oberflächenmessung |
| . |
-
Feuchtebestimmung von Wände und Böden |
| hygienische
Analyse |
-
Luftsporenkonzentration |
Neben
vielen Aspekten des Gutachtens trat besonders die Frage
nach der verbleibenden Tragfähigkeit der Mineralwolle unterhalb
des Estrichbodens in den Vordergrund.
Nach
Abpumpen der Wassermassen war
die hochverdichtete Mineralwolle im Unterboden wochen- und monatelang
im Wasser und wurde erst durch mechanische Trocknung von Fachfirmen
in ein dem Normalzustand ähnliches Milieu rückgeführt.
Nachdem keine, bzw. ungenügende Erfahrungen in diesem Bereich vorlagen,
wurden Probestücke des Estrichs samt Trittschalldämmung entnommen
und Druckproben in einer autorisierten Prüfanstalt durchgeführt.
Die Ergebnisse zeigten auf, daß bei normgerechter Prüfung
die Verdichtung der Mineralwolleplatten bis 16 mm gegenüber der
Normanforderung von max. 5 mm ergaben und diese damit erheblich überschritten.
Die
Funktion des schwimmen Estrichs bei vollem Arbeitsbetrieb mit Aktenschränken
und regem Parteienverkehr wäre dadurch nicht mehr gewährleistet
gewesen. Ein späteres neuerliches Räumen der Büros nach
Neubezug und eine weitere wochenlange Arbeitsunterbrechung durch Sanierung
der Sanierungsarbeiten wäre die Folge gewesen.
SANIERUNG
- BAUTECHNIK
- langzeitige
Trocknungsmaßnahmen in den Räumen
- Rückbau
und Neuerrichtung
des Estrichs samt Unterboden und Wärme- Trittschaldämmung
- Rückbau
und Neuerrichtung der Leichtbauzwischenwände einschließlich
Beschichtung
- vernetzte
Hochwassersicherungsmaßnahmen
- monatelange
Arbeitsplatzsubstituierung
für viele Mitarbeiter
Für
Terminisierung zu Trockenlegungsberatung bzw. Gutachten ersuchen wir um
persönliche Rücksprache.
0043
- 01 - 369 02 03
retour
zu Trockenlegung
top
©
by Architekt DI. Wolfgang Mück - Wien / Österreich
|