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Architekt Dl.Wolfgang Mück
A-1190 Wien, Billrothstr.29 - Tel/Fax :43-1-3690203

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Kurier-Reportage
06.02.2000

"Ökologisch denken heißt auch Altes nutzen"

Redakteur: Hedwig Derka


Gesamtansicht

"Wenn man ökologisch denkt, muss man Altes möglichst lange nutzen. Jeder Neubau bedeutet Verbrauch von vielen neuen Ressourcen und viel Energie", ist Wolfgang Mück überzeugt. Vor 15 Jahren hat der Wiener Architekt sein ökologisches Pionier-Denken in die Tat umgesetzt und ein altes Haus in Puchberg am Schneeberg nach baubiologisch-ökologischen Kriterien adaptiert.

Standhaft einsam fügt sich das Bruchsteinmauerwerk seit rund 130 Jahren in die Natur, vorne der lebendige Bach, hinten der schützende Berg; und trotzdem im Ortszentrum.

"Der Vorbesitzer hat lang nichts gemacht, daher gab es keine laienhaften Sanierungsschäden wie die Verwendung von Kunststoff oder schädlicher Anstrichmittel", sagt Mück. Er hat bei seinem Zweitwohnsitz vor allem innen Hand angelegt. Die Ziegel im Erdkeller liegen im Kiesbett. Das hält Schuhe sauber und Obst frisch. Das Tonnengewölbe ist desinfizierend gekalkt. Im Hauptwohngeschoß sind die ausgetretenen Fußböden Rohstoff sparend begradigt. "Ich habe die alten, breiten Bretter wenden und auf der Rückseite abhobeln lassen", so Mück. Die Bodenfläche hat er mit Bienenhartwachs behandelt. "Holz ist fußwarm und sympathisch."

Das kommt auch im außen neu angebauten Stiegenaufgang zum Tragen: Vollholz, hell und freundlich. Eine Wärmedämmung aus Natur- und Recyclingstoffen sorgt für angenehmes Klima. Licht kann durch ein großes Dachfenster strömen.

"Sonnenlicht ist ein wichtiges Gestaltungs- und Gesundheitselement", erklärt der Architekt, der sich als Dienstleister versteht: "Niedrigenergie- und Halogenspots mit Transformatoren gibt es hier nicht. Das elektromagnetische Feld wirkt auf den Menschen."

Stolz ist der Mitbegründer des Instituts für Baubiologie und -Ökologie auf die Wasserver- sowie entsorgung. Den Brunnen mit Trinkwasser habe er selbst aktiviert, die 30-m2 Schilfkläranlage für sämtliche Abwässer wäre in Niederösterreich eine der ersten genehmigten Anlagen dieser Art gewesen. Der Planer hat in seinem "Schmuckkästchen" sein Berufsverständnis realisiert: "Ich baue gesunde Häuser für Menschen, und ich fühle mich unserer Natur verantwortlich."

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© by Architekt DI. Wolfgang Mück - Wien / Österreich