|
|
Baustoffe-
und Bautechnik
Dachausbau
Deckenkonstruktion

Geschoßdecke aus Ziegelhohlkörper
(1)
DECKENKONSTRUKTION
Bei bestehenden
Altdecken ist zunächst eine Zustandsanalyse durchzuführen.
In älteren Gebäuden finden wir in der Regel Holzdecken vor,
deren Tragfähigkeit von einem Statiker geprüft werden muß.
Dazu werden sie in feuchtegefährdeten Bereichen, z.B. über Feuchträumen,
Anschlüssen zu Erker, bei Regenrinnen und Abfallrohren.., freigelegt.
Weiters werden die Holzquerschnitte und das Schwingungsverhalten bestimmt.
Im Sanierungsfall müssen Querschnittsvergrößerungen, Balken-kopferneuerungen
u.a. vorgenommen werden, sofern nicht gleich eine Totalsanierung durchgeführt
wird und eine neue Massivdecke eingezogen wird.
Zu
beachten sind der neue Stiegeneinschnitt in der Decke, sowie erhöhte
Verkehrlasten gegenüber der früheren einfachen Dachbodennutzung.
Geringe Tragkraft der Altdecke ist u.a. durch das starke Schwingen der
Altdecke bemerkbar.
BAUPHYSIKALISCHE
ANFORDERUNGEN
Bauphysikalische Anforderungen an die Dachbodendecke:
- Brandschutz
- Schallschutz
(Luftschall+Trittschall)
- Speichermasse
An Decken in Einfamilienhäuser
werden meist geringe Anforderungen gestellt. So reicht in der Regel eine
Brandbeständigkeit für 30 (60) Minuten aus. Hohe Luft- und Trittschallschutzmaßnahmen
sind meist nicht erforderlich, da akustische Beeinträchtigungen nur
das eigene Haus betreffen und Nachbarn nicht davon nicht betroffen sind.
Es ist aber trotzdem wünschenswert die Eigenschaften einer leichten
Holzdecke zu verbessern. Schwere Schüttungen (Statik!), Trittschallmatten
und abgehängte Decken können hier wesentliche Besserungen bringen.
Im
Gegensatz dazu werden im mehrgeschossigen Wohnhaus hohe Schall- und Brandschutz-anforderungen
seitens der Behörde eingefordert. Diese sind in der Regel mit mineralischen
Massivdecken gut zu erfüllen und deswegen die Regelausführung.
Das hohe Massengewicht hilft zusätzlich die Überwärmung
im Dachgeschoß und im Stockwerk darunter deutlich zu senken. Ausführungen
mit "schweren Holzdecken" sind in Ausnahmefällen möglich,
erfordern jedoch entsprechende bauphysikalische Nachweise.
DECKENKONSTRUKTION
| Art |
Aufbau |
Anmerkungen |
| Holz-decke |
|
Oft
Altbestand, schwin-gungselastisch, trocken, wirtschaftlich bis Spann-weiten
von 4-5 m. Günstige Sorption auf der Unterseite.
Aufmerksamkeit auf Brand- und Luftschallschutz. Geringe Speichermasse.
Nässegefährdet während der Montage. |
| Ziegel-decke |
|
Einfache
Montage, geringe Neubaufeuchte, brandbeständig . Günstige
Sorption auf der Unterseite.
Mäßiger Luftschallschutz. Während der Montage Wasserdurchtritt
in das Untergeschoß möglich. Mäßige Speichermasse.
|
| Beton-decke |
|
Für
freie Planungs-konzeption gut geeignet. Massive Decke mit ausgezeichneten
Brand- und Luftschallschutz. Hohe Speichermasse.
Lange Austrocknungszeit, Geringe Sorption bei Spachtelung der Unterseite
|
retour
zu Dachausbau
retour
Inhaltsübersicht: Baustoffe und Bautechnik
top
©
by Wolfgang Mück
|
|