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Architekt Dl.Wolfgang Mück
A-1190 Wien, Billrothstr.29 - Tel/Fax :43-1-3690203

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Baustoffe- und Bautechnik
Dachausbau
Deckenkonstruktion


Geschoßdecke aus Ziegelhohlkörper
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DECKENKONSTRUKTION
Bei bestehenden Altdecken ist zunächst eine Zustandsanalyse durchzuführen.

In älteren Gebäuden finden wir in der Regel Holzdecken vor, deren Tragfähigkeit von einem Statiker geprüft werden muß. Dazu werden sie in feuchtegefährdeten Bereichen, z.B. über Feuchträumen, Anschlüssen zu Erker, bei Regenrinnen und Abfallrohren.., freigelegt. Weiters werden die Holzquerschnitte und das Schwingungsverhalten bestimmt. Im Sanierungsfall müssen Querschnittsvergrößerungen, Balken-kopferneuerungen u.a. vorgenommen werden, sofern nicht gleich eine Totalsanierung durchgeführt wird und eine neue Massivdecke eingezogen wird.

Zu beachten sind der neue Stiegeneinschnitt in der Decke, sowie erhöhte Verkehrlasten gegenüber der früheren einfachen Dachbodennutzung. Geringe Tragkraft der Altdecke ist u.a. durch das starke Schwingen der Altdecke bemerkbar.


BAUPHYSIKALISCHE ANFORDERUNGEN
Bauphysikalische Anforderungen an die Dachbodendecke:

  • Brandschutz
  • Schallschutz (Luftschall+Trittschall)
  • Speichermasse
An Decken in Einfamilienhäuser werden meist geringe Anforderungen gestellt. So reicht in der Regel eine Brandbeständigkeit für 30 (60) Minuten aus. Hohe Luft- und Trittschallschutzmaßnahmen sind meist nicht erforderlich, da akustische Beeinträchtigungen nur das eigene Haus betreffen und Nachbarn nicht davon nicht betroffen sind. Es ist aber trotzdem wünschenswert die Eigenschaften einer leichten Holzdecke zu verbessern. Schwere Schüttungen (Statik!), Trittschallmatten und abgehängte Decken können hier wesentliche Besserungen bringen.

Im Gegensatz dazu werden im mehrgeschossigen Wohnhaus hohe Schall- und Brandschutz-anforderungen seitens der Behörde eingefordert. Diese sind in der Regel mit mineralischen Massivdecken gut zu erfüllen und deswegen die Regelausführung. Das hohe Massengewicht hilft zusätzlich die Überwärmung im Dachgeschoß und im Stockwerk darunter deutlich zu senken. Ausführungen mit "schweren Holzdecken" sind in Ausnahmefällen möglich, erfordern jedoch entsprechende bauphysikalische Nachweise.


DECKENKONSTRUKTION

Art Aufbau Anmerkungen
Holz-decke
Oft Altbestand, schwin-gungselastisch, trocken, wirtschaftlich bis Spann-weiten von 4-5 m. Günstige Sorption auf der Unterseite.
Aufmerksamkeit auf Brand- und Luftschallschutz. Geringe Speichermasse. Nässegefährdet während der Montage.
Ziegel-decke
Einfache Montage, geringe Neubaufeuchte, brandbeständig . Günstige Sorption auf der Unterseite.
Mäßiger Luftschallschutz. Während der Montage Wasserdurchtritt in das Untergeschoß möglich. Mäßige Speichermasse.
Beton-decke
Für freie Planungs-konzeption gut geeignet. Massive Decke mit ausgezeichneten Brand- und Luftschallschutz. Hohe Speichermasse.
Lange Austrocknungszeit, Geringe Sorption bei Spachtelung der Unterseite

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