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Staatlich befugter und beeideter Ziviltechniker

 

 

 

Inhalt
Nutzung-Lebensdauer
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Thermische Behaglichkeit
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Brand- Schallschutz
Baubiologische Qualität
Ökologische Qualität
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Niedrigenergie- und Passivhaus
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Bauberatung
Planung
Gutachten

 

 

 

 

 

 

 

 

 




Alterswertminderung von Wohnhäusern zwischen Mauerwerks- und Holzfertigteilhäusern.
(1)

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


Temperaturabfall für Massiv- und Leichtbau
Massivbau=200 t
Leichtbau=50 t
U-gute Dämm.=0,5 W/m2K
U-schlechte D.=1,0 W/m2K
(2)

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


Einfluß der Brandlasten (Holzbau-Massivbau) auf das Brandszenarium
(3)

 


Stahlbetondecke
LS [Rw]: 71 dB
TS [Lntw]: 42 dB


Holztramdecke
LS [Rw]: 53-57 dB
TS [Lntw]: 64 (81) dB
(4)
Anmerkung:
LS=Luftschall
besser: hoher Wert
TS=Trittschall
besser: niedriger Wert
10 dB entsprechen einer Verdoppelung, bzw. Halbierung der empfundenen Lautstärke

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


Primärenergie
Außenwand por. Ziegel
Außenwand Holzständer


CO2-Potential
Außenwand por. Ziegel
Außenwand Holzständer
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Architekt Dl.Wolfgang Mück
A-1190 Wien, Billrothstr.29 - Tel/Fax :43-1-3690203


Start > Baustoffe und Bautechnik> Massiv- od. Holzleichtbau

Baustoffe und Bautechnik
Massivbau oder Holz-Leichtbau?


Ziegelbauweise mit aktiver südorientierterSolarnutzung

Holzkonstruktion auf speicherfähiger Bodenplatte

Massivbau - Holzleichtbau
Planung: W. Mück

In den letzten Jahren konnte eine steigende Marktakzeptanz von Fertigteilhäuser (meist Holzkonstruktionen), durch Begünstigung des Werkstoffes Holz in den Bauordnungen und nicht zuletzt durch den Trend zum ressourcen-sparenden Wohnhaus festgestellt werden. Dabei werden die Pro- und Kontrastandpunkte oft sehr kontroversiell diskutiert.

NUTZUNG - LEBENSDAUER

NUTZUNG
Wie wird Ihr Gebäude verwendet? Bildet es den ständigen Mittelpunkt des Wohnens, oder wird es nur gelegentlich als Zweithaus verwendet. Es ist bekannt, daß Massivhäuser aufgrund ihrer höheren Speichermasse mehr Temperaturkonstanz bieten. Unsere bisherigen Wohn- und Heizgewohnheiten sind dieser Temperaturbehäbigkeit angepaßt und vertraut. Leichtbauten hingegen reagieren sehr rasch auf äußere Temperaturschwankungen und solare Einflüsse und benötigen eine flinke Heizung für die ständige Wohnung. Hervorragend eignen sie sich für kurzzeitig bewohnte Gebäude, da die Anheizphase gegenüber massiven Baumassen stark verkürzt ist.

LEBENSDAUER
Sie hängt von vielen Faktoren ab, wie z.B. von der Qualität der Detailausführung und der Einhaltung der Instandhaltungszyklen. Größter Feind der Bausubstanz ist in der Regel die Wasserein-wirkung. Holzbauten weisen hier erhöhtes Schadensrisiko (Schwellenbereich, Fenster) auf, weil durch unkontrollierten Wassereintritt die Tragkonstruktion im Schadensbereich zerstört werden kann. Ähnliche Feuchteursachen führen bei Massivbauten zu Durchfeuchtungen, schaden aber nicht der statischen Konstruktion.

Die Lebensdauer von Massivhäusern wird im allgemeinen höher eingeschätzt, welches sich im Sachwert eines Gebäudes letztlich ausdrückt.


VORFERTIGUNG - SELBSTBAUEIGNUNG

Holz-Leichtbauten eignen sich auf Grund des geringen Transport- und Montagegewichtes besonders zur Vorfertigung in der Halle. Dies bringt Vorteile in der Herstellungsqualität und in der Bauzeitverkürzung. Der Trend der Werksvorfertigung ist für das Bauwesen richtungsweisend und wird auch von den Massivbauherstellern verstärkt angeboten.

Der relativ hohe Selbstbauanteil der letzten Jahrzehnte im Einfamilienhaussektor ist auf Grund der verbesserten Einkommensituation im Abnehmen. Kleinformatige Rohbau-Bausteine für sind für den Selbstbau hochgeeignet. Großfor-matige Tragkonstruktionen, wie im Leichtbau üblich, sind der Werksfertigung vorbehalten. Dem Selbstbauer verbleibt der Bereich des Ausbaues.


THERMISCHE BEHAGLICHKEIT

Die Behaglichkeit im Innenraum im Winterhalbjahr wird maßgeblich von den Temperaturen der Außenflächen mitbestimmt. Diese ist abhängig vom U-Wert des Bauteils. Je besser die Wärmedämmung desto höher die thermische Behaglichkeit. Besonders Leichtbauten ermöglichen geringste U-werte ohne die Konstruktionsstärke wesentlich zu vergrößern.

Im Sommerhalbjahr neigen Innenräume zu Überwärmung. Die speicherwirksamen Massen die einem Raum zur Verfügung stehen entscheiden, inwieweit Temperaturspitzen zeitverzögert und gedämpft werden. Aufgrund der mehrfachen Speichermasse von Massivhäusern gegenüber Leichtbau-Konstruktionen sind massive Konstruktionen bevorzugt. Besonders Solarhäuser mit hohem solaren Einstrahlungspotential benötigen neben der Beschattung entsprechend speicherwirksamme Massen. Zu beachten ist jedoch, daß viele der gegenwärtigen Massivbaustoffe aufgeschäumt sind und wesentlich geringere Speichermassen als ihre Vorgänger-produkte aufweisen.


LUFTDICHTE

Die Luftdichte ist wesentlich von der Sorgfalt bei der Bauausführung abhängig. Besonders bei Maueröffnungen, Anschlüssen im Dach-Wandbereich entstehen Leckagen, die bei gut gedämmten Häusern hohe Wärmeverluste verursachen. Gleichzeitig wird durch übermäßige Luftbewegung der Wohnkomfort negativ beeinflußt.

Diese Schwachstellen können bei beiden Bauweisen festgestellt werden. Besonders bei Leichtbauten können Ausführungsmängel zu Kondensation an und in der Konstruktion führen, die Folgeschäden verusachen. Massivelemente mit Putzauftrag gelten prinzipiell als ausreichend luftdicht, können aber im Materialanschluß (Öffnungen) Leckagen aufweisen.

Bei der Gebäudeherstellung ist auf sorgfältige Ausführung und Einsatz von Winddichtungen zu achten, um hohe Wärme-verluste durch unzulässige Luftwechselraten zu vermeiden.


BRAND- UND SCHALLSCHUTZ

BRANDSCHUTZ
Als Richtlinie für Einfamilienhäuser genügt ein Brandschutz von F30 (Brandwiderstand von 30 Minuten) wobei fallweise auch F60 erforderlich ist. Dies ist mit Leichtbauweise zu verwirklichen. Der Brandenstehung in Hohlräumen z.B. durch Elektroinstallation ist trotzallem größte Aufmerksamkeit zu widmen. Massivbaustoffe sind i.d.Regel unbrennbar und entsprechen
den höchsten Sicherheitsauflagen.

SCHALLSCHUTZ
Die behördlichen Schallschutzanforderungen sind im alleinstehenden Einfamilienhaus gering. Die Hellhörigkeit zwischen den Räumen ist ohne erhöhte Ansprüche vielfach ungenügend. Erst im Wohnungsverbund werden erhöhte Schallschutz-anforderungen zwischen den Wohnungen vorgeschrieben.

Hohe Massengewichte bringen gute Luftschallwerte. Diese können auch durch spezielle Leichtbaukonstruktionen erzielt werden. Holztramdeckenkonstruktionen bieten aufgrund ihres geringen Massengewichtes ungünstige Voraussetzungen, um annähernd gleichwertigen Schutz wie massive Stahlbetondecken zu erzielen. Erst beschwerende Kieslagen und abgehängte gefederte Deckensysteme verbessern den Schallschutz. Die Vorteile von Massivbaustoffen liegen unter anderem in seinem hohen Schallschutz und werden im mehrgeschoßigen Wohnbau gefordert.


BAUBIOLOGISCHE QUALITÄT

Aufgrund der unzähligen Konstruktionsvarianten sind Aussagen nur vage abzugeben. Für fundierte Angaben sind Konstruktionsaufbau der Bauelemente und die Kenntnis der Baumaterialien unerläßlich.

Massivbauten weisen aufgrund der einfachen Konstruktionsaufbauten bei hygiensich bewährten Baustoffen ein geringes toxisches Risiko auf. Leichtbauten bestehen zumeist aus einer Vielzahl von Konstruktionsebenen und Baustoffen bei denen Risken vornehmlich von Formaldehyd und Holzschutzmittel grundsätzlich bestehen. Besonders in letzten Jahren wurden große Anstrengungen seitens der Leichtbauhersteller unternommen hier Verbesserungen herbeizuführen, wie in Untersuchungen auch festgestellt wurde.

Luftelektrische Felder sind aufgrund der höheren Baustoffgleichgewichtsfeuchte zumeist geringer als bei Leichtbauten, deren Konstruktionen trockener sind.

Durch Einsatz von Mörtel und Beton werden im Massivbau erhebliche Mengen Wasser in den Massivbau eingetragen, die erhöhte Luftfeuchte und Schimmelbildung bedingen können. Diese Neubautrocknungsphase entfällt bei Leichtbauten so daß sie unmittelbar nach Fertigstellung nicht "trocken geheizt" werden müssen.

Prinzipell läßt sich feststellen, daß sich mit beiden Bauweisen ein wohnhygienisch einwandfreies Raumklima und schadstofffreie Luftqualität verwirklichen läßt.


ÖKOLOGISCHE QUALITÄT

Massivbauten bestehen zumeist aus Produkten, die für ihre Herstellung hohe Brenntemperaturen erfordern. Dies schlägt sich in der Energiebilanz (Primärenergiewert) deutlich nieder. Leichtbauten, (ausgenommen Stahlkonstruktionen , werden vornehmlich aus Holz und Dämmstoffen gefertigt, die in der Regel deutlich günstiger bilanzieren.

Die wichtigste umweltrelevante Kennzahl die CO2-Belastung (GWP-global warming potential) wird besonders durch nachwachsende Rohstoffe (Holz, Flachs..) entlastet, so daß Konstruktionen aus diesen Baustoffen extrem geringe, wenn nicht sogar negativ bilanzierende (=entlastende) Kennzahlen für die Gebrauchsdauer aufweisen. Dies trifft vor allem für Holz-Leichtbauweisen zu.

 

Bildnachweis
(1) Ohler A.; Einfluß der Bauweise auf die Bewertung von Wohngebäuden - Forschungsbericht ; FH-Buxtehude; 1998
(2) Humm O.; Niedrigenergiehäuser; Ökobuch; 1990
(3) Schneider U.; Brandrisiko - Einfluß der Bauweise und Bauarten; Baufachtag Fa. Wienerberger 2001 Baden; 2001
3) Mötzl, Mück, Torghele, Zelger; Ökologischer Bauteilkatalog; Springer, 1999


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© by Architekt DI. Wolfgang Mück - Wien / Österreich