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Staatlich befugter und beeideter Ziviltechniker

 

 

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Schäden:
Feuchte Mauern. Trockenlegung
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Pilzbefall, Hausschwamm
 
Leistungen
Bauberatung
Planung

 

 



 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


Infrarotanteil von Heizkörper (2)


Heizleistung in Watt
verschiedener Heizkörper (3)

 

 

 

 

Architekt Dl.Wolfgang Mück
A-1190 Wien, Billrothstr.29 - Tel/Fax :43-1-3690203


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Baustoffe und Bautechnik
Heizungstechnik


Automatisch geregelte Zuluft für Kachelöfen (1)


ENERGIETRÄGER

Knapp über der Hälfte des Energieaufkommens eines Haushaltes in Österreich entfällt auf die Heizenergie. Diese wird zu überwiegenden Teil aus fossiler Energie gewonnen. Aufgrund der Endlichkeit von fossilen Rohstoffen und deren Schadstoffemissionen sollte sie durch erneuerbare Energieträger (Sonnenenergie, Biomasse..) ersetzt werden. Die wichtigste Energie ist die eingesparte Energie. Energieeffiziente Planungskonzepte und wärmetechnische Sanierung der Altbausubstanz sind hier erstrangig anzuführen.

Mittlere Heizwerte von Energieträgern:

Energieträger
Einheit

Heizwert
MJ

kWh / Einheit
Erneuerbare Energie      
Brennholz ( trocken)
kg
15,5
4,3
Brennholz (waldfrisch) *)
kg
6,8
1,9
Hackschnitzel
kg
11,9
3,3
Holzbrikett, Pellets
kg
17,6
4,9
       
Fossile Energie      
Steinkohle (polnisch) **)
kg
25,6
7,1
Steinkohlebriketts
kg
31,0
8,6
Koks
kg
29,2
8,1
Erdgas
m3
36,2
10,1
Flüssiggas
kg
45,7
12,7
Heizöl (extra leicht)
l
35,3
9,8
       
Verschiedene Energieträger
(i.d.R. aus fossiler Energie)
     
Strom
kWh
3,6
1,0
Fernwärme
kWh
3,6
1,0

Quellen:
Richtig Heizen; die Umweltberatung; 1999
; **) Schweizer ;**) Heizkostentabelle Wien; VKI; 1997

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WÄRMEERZEUGUNG

Kesselanforderungen:

  • Kesseldimensionierung durch Heizlastberechnung. Moderne Kessel sind im Teillastbereich optimiert, zusätzlich bedingen geringe Temperaturen geringere Abgasverluste. Bei Zweitheizung (z.B. Kachelofen) ist ein kleiner Kessel möglich.
  • Geräteauswahl mit geringen Bereitschaftsverlusten durch ausreichende Wärmedämmung
  • Geräte mit Umweltschutzzeichnen (günstige Umwelteigen-schaften) wählen.
  • Eignung des Kamines beachten.

Wärme-erzeuger Planung und technische Anmerkungen
AUS ERNEUERBAREN ENERGIETRÄGERN
Kachelofen

Das Haus wird um den zentralen Kachelofen geplant. Großzügige, offene Bauweise sowie große Bau-speichermassen begünstigen den Kachelofen-einsatz. Träges Heizsystem, bei dem Heizüber-schüsse abgelüftet werden (Nebenräume). Hoher psychischer Wert.

Hypokauste

Hoher Planungsaufwand, zusätzlich Zwischen-decken und Luftkanäle. Indirekte Nutzung von Abgaswärme und Warmluft für meist unmittelbar darüberliegende Räume über Heizeinsatz. Rauchgaszüge mit hoher Abwärme, Warmluftzüge mit geringer Wärme benötigen großdimensionierte Strahlungsflächen.

Holzkessel

In unmittelbarer Nähe sollte sich das Holzlager befinden. Raumbedarf für Kessel, Lager, sowie für Pufferspeicher einplanen.
Verbesserte Technologien ermöglichen trotz Drosselung guten Wirkungsgrad. Halbautomatikbetrieb bedeutet Komfortgewinn. Warmwasserpufferspeicher mit ausreichender Wärmedämmung vorsehen.

Hackschnitzel-heizung Entsprechende Heiz- und Lagerräume einplanen. Hohe Wärmeleistung für große Wohn- und Wirtschaftsgebäude. Für Niedrigenergiehäuser meist unrentabel. Hoher Komfort bei automatischer Beschickung.
Pellets-heizung

Pelletszentralheizung
Platzbedarf für Heiz- und Lagerräume einplanen. Für Niedrigenergiehäuser gut geeignet.
Pelletskaminofen
Großer Leistungsbereich 2-10 kW. Meist mit Nachfüllbehälter im Ofen integriert. Anschluß an externen Lagerraum möglich.

Solare Heizung

- Vollsolare Heizungen sind aufgrund des geringen solaren Strahlungsangebotes im Winter, des großen Saisonspeichers (über 100 m3) wirtschaflich kostenintensiv. Sie sollten nur bei Passivhäuser (<15 kWh/m2) eingeplant werden.
- Teilsolare Heizungen decken i.d.R. 20-50% des Heizbedarfes setzen jedoch sehr geringen Heizenergiebedarf (<50 kWh/m2a) und Niedertemperaturheizsysteme (Wand, Decke) voraus. Technische Voraussetzungen sind südorientierte Kollekorflächen zw. 20-50 m2 und zentrale Mehrtagesspeicher zw. 1-3 m3.

AUS FOSSILEN ENERGIETRÄGERN:
Kohle, "Allesbrenner" Aufgrund der verschieden Brennstoffe erreichen "Allesbrenner" gegenüber Spezialkesseln im Teillastbereich geringere Nutzungsgrade. Keine private thermische Abfallentsorgung!
Öl/Gasheizung Geringste Raumanforderungen. Brennwertgeräte benötigen einen korrosionsbeständigen Fang, sowie einen Kanalanschluß (Kondensat) und sollten mit Niedertemperatur-Heizsystemen kombiniert werden.
Bei vorhandenem Gasanschluß sollte die Gasheizung aufgrund ihrer "sauberen" Abgaswerte eingesetzt werden. Brennwertgeräte nutzen zusätzlich die Kondensationswärme und sollten aufgrund des effizienten Energieverbrauches bevorzugt werden.
AUS VERSCHIEDENEN ENERGIETRÄGERN:
Wärmepumpe Voraussetzung für Ihren Einsatz sollte eine gute Hausdämmung, sowie ein Niedertemperatur-Abgabesystem sein. Die Wassertemperatur sollte 45°C nicht überschreiten, wobei tiefere Temperaturen günstiger sind. Als Wärmequelle dient die Luft , das Erdreich oder das Wasser. Letztere Nutzung bedarf einer wasserrechtlichen Genehmigung. Um die Systeme möglichst effizient zu nutzen, bedarf es einer angepaßten Systemdimensionierung. Durch häufiges "Takten" wird die Lebensdauer des Kompressors verkürzt. Häufiger Einsatzbereich für Wärmepumpen ist die Warmwasseraufbereitung in bivalenten Systemen (d.h. an kalten Tagen deckt ein zweites konventionelles Heizsystem den Wärmebedarf).
Fernwärme Bei vorhandener Fernwärme sollte der Anschluß genutzt werden. Meist wird sie aus Kraft-Wärme-Koppelungen oder am Land aus Biomasse-heizwerken gewonnen. Vorteilhaft sind der Entfall der Heiz- und Lagerräumlichkeiten, der Komfortgewinn und der Entfall des Wartungsaufwandes, sowie die Abluftreinigung.

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WÄRMEABGABE

Für ein behagliches Raumklima gilt :

  • Hoher Strahlungsanteil
  • Geringe konvektive Luftbewegung
  • Geringe Heizflächentemperaturen verhindern Pyrolyseeffekte (Staub+Schadstoffverschwelung über 65°C))
  • Keine große Temperaturschichtung (< 2-3°C)
  • Keine Wärmemonotonie zwischen den Räumen
  • Je schlechter die thermische Behaglichkeit (z.B. im Altbau), desto höhere Infrarotstrahlungsanteile sollte das Heizsystem aufweisen.

ABGABESYSTEME:

Heizsystem

Wand- bzw. Bodenober- flächen- temperatur
in °C
bei mittl. HWT*)
Wärme-verteilung
Anmerkungen
Einzelofen

Wärmeverteilung
Einzelofen an Innenwand - Testraum mit gleicher Heizleistung (4)
Ungünstige thermische Raumzonierung. (Innendecke über Ofen warm, Fensterund Raum kalt, ca.19,5°C).
Durch hohen konvektiven Wärmeanteil können große Raumflächen rasch aufgeheizt werden.
Erfordert genügend Lüftung um CO-Anreicherungen gering zu halten. Hohe Ofentemperaturen führen zu Staubverschwelung.
Visuelles Erlebnis des Feuers stimuliert psychisch positiv.
Konvektor, (Radiator)

Wärmeverteilung Konvektorheizung an Außenwand -
Testraum mit gleicher Heizleistung(4)
Konvektoren erzielen hohe Luftkonvektion. Dabei steigt warme Luft senkrecht vor dem Fenster zur Decke auf und erreicht dort hohe Raumtemperaturen. Ungünstige thermische Raumzonierung.
Rasche Erwärmung großer Raumflächen bei flinkem Regelverhalten.
Plattenheiz-
körper

Wärmeverteilung Paneelheizung an Außenwand - Testraum mit gleicher Heizleistung(4)
Auslegung auf Niedertemperatur-niveau zwischen 40/35°C ermöglicht verbesserte IR-Strahlungsleistungen. Dies erfordert gute Wärmedämmung und große Heizkörper. Gutes Regelverhalten.
Sockelleiste

ca. 21°
C -
bei 30°C
m. HWT

ca. 21°C -
bei 35°C m. HWT

-
Kleinteilige Rippenrohrkonvektoren. Konvektive Warmluftabgabe an Wandflächen, die Wärmestrahlung in den Raum abgeben. Stellplatzeinschränkung. Gute Wandtrocknung bei feuchten Erdniveau-Räumen. Flinke Regelung.
Fußboden-heizung

ca. 25-26°C -
bei 30
°C m. HWT,
ca. 27-28°C -
bei 35°C m. HWT


Wärmeverteilung Fußbodenheizung -
Testraum mit gleicher Heizleistung (4)

Im Fensterbereich ausgeprägte Kaltluftzonierung. Physiologisch günstige Warmzone im Fußbereich.
Bodentemperaturen von mehr als 25°C sollten nicht überschritten werden. Venenbelastung. Gering temperierte Böden werden vielfach als angenehm empfunden. Günstig in Bädern.
Benötigt in ungenügend gedämmten Gebäuden an den Außenwänden eine Zusatzheizung, bzw. dichte Rohrverlegung.
Gute Eignung für Solarheizkonzepte. NT-Flächenheizung mit sehr träger Wärmeregulation.

Wand-heizung

ca. 29°C -
bei 30°C
m. HWT,

ca. 33°C -
bei 35°C m. HWT
-
NT-Wandflächenheizungen erhöhen in physiologisch günstigem Ausmaß die Temperatur der umschließenden Außenwandflächen und ermöglichen eine Lufttemperaturabsenkung um 1-2°C. Die Infrarotstrahlung trifft den Menschen im Gegensatz zur Fußbodenheizung großflächig.
Bei Altbauten wird der Behaglichkeitskomfort deutlich angehoben, erfordert jedoch eine Wärmedämm-entkopplung von der Massivwand. Gute Eignung für Solarheizkonzepte. Je nach Wandkonstruktion und Wärmedämmunganordnung ist die Regulation mittel bis träge. Großflächige Wandverbauten sind mit dem Heizkonzept nicht vereinbar.
+) HWT= Heizwassertemperatur

Bildnachweis:
(1) Photo: W.Mück
(2) Dt.Bundesarchitektenkammer (Hrsg.), Hirsch, Lohr, Braunmühl etal; CO2-Reduktion und Energieeinsparung Teil1; Wuppertaler Institut; Bonn;1995 in Schulze Darup; Bauökologie; Bauverlag; 1998
(3) Richtwerte verschiedener Hersteller
(4) EVN (Hsg.); Heizung - Raumklima, Energiesparratgeber; EVN-NÖ, A2344 Ma. Enzersdorf/Geb., 1997


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© by Architekt DI. Wolfgang Mück - Wien / Österreich