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Staatlich befugter und beeideter Ziviltechniker

 

 

 

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Alurahmen

 



Kunststoffrahmen

 

 


Holzrahmen

 

 

 

 

 

 

 


Glasdurchlässigkeit der solaren Spektren
gelb=sichtbares Licht
grün=Glastransmission
rot=therm.Strahlung
(1)

 

 

 


Glastypen und
technische Werte

 

 

 

 

 

 

 

 

 


Abschattung
z
Unbeschattet
1,00
Vorhänge, Innenjalousie
0,75
Zwischen-jalousie (Kasten- u. Verbundfenster)
0,53
Markise
0,42
Läden, Rolladen,
Vordach, Balkon
0,32
Außenjalousie
0,27

Überwärmungs - Abminderungsfaktor z
Anm.: kleine Werte verbessern die Beschattung
Quelle: ÖNORM 8110-3


 



 

 

 

 

 


 

 

Architekt Dl.Wolfgang Mück
A-1190 Wien, Billrothstr.29 - Tel/Fax :43-1-3690203

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Baustoffe- und Bautechnik
Fenster und Glas


Fenster als Raumgestaltung
Planung W.Mück


Fenster sind wichtige Gestaltungselemente von Gebäuden. Ihre Anordnung gestaltet und verleiht der Fassade Ausdruck.

Der Einsatz von "neuen Fenstern" spart ökologische Ressourcen und ist somit sinnvoll . Andererseits werden aufgrund hochwirksamer Abdichtungen der Luftwechsel strak reduziert, so daß begleitende Maßnahmen, wie z.B. Lüftungssysteme mit Wärmerückgewinnung und hygienische Standards der Innenraumluft im Hochbau berücksichtigt werden müssen.

AUFGABEN

  • Durchsicht
    Witterungsschutz

  • Energetischer Schutz (Wärmegewinne erhalten, Lichttransmission)
  • Sonnenschutz
  • Schallschutz

In der Bauphysik dienen Fenster der Belichtung, der Belüftung und dem klimatischen Ausgleich von Räumen. Nicht nur die signifikanten, wärmetechnischen Verbesserungen der Gläser und der Rahmenabdichtung sind hier anzuführen, sondern auch die Bereiche der Lichtlenkung, des Sonnenschutzes und der Ausführungen von "intelligenten" Klimafassaden.


RAHMENWERKSTOFFE

Die Rahmenfläche von Fenstern beträgt rund 15-30% der Gesamtfläche. Um beachtliche Wärmebrücken bei hoch gedämmten Häusern zu vermeiden, muß der Rahmenwerkstoff der hohen Glasdämmung von 0,4-1,1 W/m2K entsprechend angepaßt sein. High-tech Profile werden mit Dämmeinlagen ausgeführt.


Übersicht wichtiger
Rahmenmaterialien:

U
[W/m2K]
Eigenschaften
Aluminium

5,8
(nicht getrennte Profile)
2,8-3,5 (getrennte Profile)

Hohe Nutzungsdauer, geringer Wartungsaufwand. Hoher Primärenergieaufwand, günstiger bei Recyclingaluminium. Isolierstege und Aufschäumen verbessern die ungünstigen Dämmeigenschaften. (Kondensatgefahr im Rahmenbereich)
Kunststoff PVC
1,4-2,3
Geringer Wartungsaufwand wegen ihrer porengeschlossenen Oberfläche . Stahlverstärkungen bei größeren Fenstern gegenüber Winddruck. Helle Farben sind aufgrund der geringen Längendehnung vorteilhaft. Recycling erst in Ansätzen vorhanden.
Kunststoff PU
0,5-1,6
PUR-Profile besitzen im Randbereich höhere Dichten und müssen mit Stahl- bzw. Alueinlagen verstärkt werden. Die Oberfläche kann mit PMMA-Folien oder Lacken beschichtet werden.
Holz
1,4-1,8
Klassisches Fensterrahmenmaterial. Aufwendige Oberflächenbehandlung, der mit wetterseitig aufgeklipsten Aluprofilen entgegengewirkt wird. Entsprechende Hinterlüftung und Längendehnung beachten. Heimische Hölzer (wie Lärche-harzreich,widerstandsfähig; Eiche-sehr dauerhaft) für qualitative Holzfenster.


Tip:
"Alte" Rahmen aus Tropenholz (Mahagonie..) sollten weiterverwendet werden.
Kein heimisches Holz hat ähnliche Wasserbeständigkeit. In diesem Fall ist nur die Verglasung gegen Thermogläser zu tauschen.


GLAS

In wohl keinem Bereich des Hochbaues wurden in den letzten Jahrzehnten so bemerkenswerte technische Innovationen erzielt, wie in der Verglasungs- und Fenstertechnik. Nicht nur der verbesserte Wärmeschutz, sondern auch die erhöhte thermische Behaglichkeit ist bei Wärmeschutzgläsern hervorzuheben. Bei Wärmeschutzgläsern wird die sommerliche Überwärmung gemindert.

Tabelle 2: Verschiedene Verglasungstypen und deren Einsatzbereich

Uv 1) [W/m2K]
ti 2)
[°C]
Einsatzbereich
Einfachglas
5,2-5,8
5
nur für unbeheizte Räume
Doppel-verglasung
2,8-3,0
13
in Altbauten, ähnlich bei Verbund- und Kastenfenstern
Doppel-verglasung (Wärme-schutzglas)
0,8-1,4
17
Einseitig mit Beschichtung zur Minderung der Wärmeübertragung. Heute meist vewendete Verglasung. Zusätzlich mit Edelgasbefüllung des Zwischenraumes (Argon, Krypton, Xenon). Im Sommer wird der Überhitzung durch den geringeren Gesamtenergiedurchlaß entgegengewirkt.
Dreifach-verglasung
2,0-2,1
15
Diese Verglasung wird durch 2-fach Wärmeschutzgläser energetisch übertroffen. Besserer Schallschutz als Doppelverglasung.
Dreifach-verglasung (Wärme-schutzglas)
0,4-0,7
18
Erfüllt höchste energetische Anforderungen. Für den Einsatz in Passivhäusern geeignet.

Quelle: 1)Burkhard Schulze Darup; Bauökologie; Bauverlag; 1996
2) Oberflächentemperatur von Glas raumseitig


SONNENSCHUTZ
Die sommerliche Überwärmung der Innenräume muß verhindert und die Blendwirkung verringert werden.

Als Schutz vor sommerlicher Überhitzung sollte ein außenliegender Sonnenschutz mit dahinterlie-gendem Belüftungsspalt gewählt werden. Für den Blendschutz ist ein innenliegender Schutz ausreichend.

Die Farbe der Sonnenschutzeinrichtung wird in den Innenraum gelenkt und beeinflußt somit auch die psychische Farbgebung im Raum.



SCHALLSCHUTZ
Hoher Schallschutz wird durch hohe Glasgewichte, Gießharzverbundtechnik und durch träge Gase im Scheibenzwischenraum erzielt.

Straßenverkehr weist hohe Emissionen im Bereich zw. 100-500 Hz, Zuglärm etwa bei 800 Hz auf. Die Gläser sind auf die spezifischen Resonanzen abzustimmen.

Bei geöffneten Fenster ist der Schallschutz nicht mehr gewährleistet. Spezielle Außenwand-Schallschutzlüfter ermöglichen den Luftaustausch und gewährleisten entsprechenden Schallschutz.


LUFTWECHSEL
Der Einsatz von hochdichten Fenstern ab den 70-er Jahren, der für energiesparendes Wohnen Voraussetzung ist, veränderte die lufthygienischen Verhältnisse in Innenräumen wesentlich. Der Luftwechsel wurde stark verringert. Infolge nahmen die toxischen Schadstoffbelastungen (Radon, Formaldehyd, Lösemittel..) in Innenräumen stark zu.

Die, in geringem Ausmaß abgeführte Feuchte führt bei ungenügend gedämmten Bauteilen, oder Wärmebrücken zu Schimmel, der das Immunsystem der Nutzer belastet.

Erst durch Einsatz von begleitenden Lüftungs-maßnahmen, die einen kontrollierten hygienischen Luftwechsel ermöglichen, gewährleisten ausreichende Frischluftzufuhr .

Bildnachweis
(1) Dt.Bundesarchitektenkammer (Hrsg.); Energiegerechtes Bauen und Modernisieren; Birkhäuser; 1996

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© by Architekt DI. Wolfgang Mück - Wien / Österreich