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Staatlich befugter und beeideter Ziviltechniker

 

 

 

Inhalt
Welchen U-Wert hat meine Konstruktion?
U-Wert-Verbesserung durch Wärmedämmung
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Gesamtenergiebedarf von Einfamilienhäusern
(2)

 

 

 

 

Architekt Dl.Wolfgang Mück
A-1190 Wien, Billrothstr.29 - Tel/Fax :43-1-3690203

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Ökologisches Bauen
Energiesparen und Wärmedämmung


Heizwärmebedarf der Gebäudekategorien der Stadt Hannover.
Grün zeigt den Standard für wirtschaftlich optimale Dämmung
(1)

Keine Baumaßnahme spart so effizient Energie ,
wie das Gebäude ausreichend zu dämmen.
Sie fahren doch auch kein Auto mit 20 Liter/100km?

Neue Häuser sind schon aufgrund der gesetzlichen Auflagen gegenüber Althäusern gut gedämmt und benötigen nur mehr rund ein Drittel Heizmaterialien als gleichgroße Althäuser. Ein Großteil unserer Häuser sind jedoch "Althäuser", das sind auch solche aus den 70-80er Jahren, und haben ein enormes Energieeinsparpotential.

Oft hört man das Argument: "Mein Altbau hat so hohe Speichermassen, die verliere ich durch zusätzliche Dämmung". Heute weiß man, daß hohe Speichermassen bei ungedämmten Häusern Energieeinsparungen von 5-10% bewirken, zusätzlicher Wärmeschutz jedoch Energieeinsparungen bis zu 80% erzielen läßt.

Neben diesem ökonomischen Effekt erhöhen wir die Raum-Behaglichkeit, entlasten unsere Umwelt und sparen wertvolle Rohstoffe.


WELCHEN U-WERT HAT MEINE KONSTRUKTION?

U-Richtwerte (früher k-Wert) einiger Konstruktionen:


Konstruktion
Stärke
[cm]
U*)
[W/m2K]
Wände
Bruchstein + Putz
50
>2,00
Vollziegelmauer +Putz
30
1,60
Vollziegelmauer +Putz
45
1,10
Hochlochziegel + Putz
25
1,40
gesetzlicher Richtwert heute**)
0,40
Passivhaus
0,1-0,2
Dächer, obere Geschoßdecke
altes ausgebautes Dach
1,0
gesetzlicher Richtwert heute**)
ca.0,20
Passivhaus
0,1-0,15
Kellerdecken
Ungedämmte alte Kellerdecke
0,80
gesetzlicher Richtwert heute**)
ca.0,40
Passivhaus
0,20

*)U=Kennwert für Wärmeverluste durch Bauteile aufgrund von Wärmeleitung. Je geringer der Wert, desto geringer die Energieverluste.
**) Abhängig von den Landesbauordnunge

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U-WERT-VERBESSERUNG DURCH WÄRMEDÄMMUNG


U-Wert

Konstruktion
Alt-konstr.
+5cm WD*)
+10cm WD*)
+20cm WD*)
Wände
Bruchstein + Putz-50cm
<2,00
0,67
0,36
0,19
Vollziegelmauer +Putz 30cm
1,60
0,53
0,32
0,18
Vollziegelmauer +Putz 45cm
1,10
0,46
0,29
0,17
Hochlochziegel + Putz 25cm
1,40
0,51
0,31
0,18
Dächer, obere Geschoßdecke
altes ausgebautes Dach
1,0
0,44
0,29
0,17
Kellerdecken
Ungedämmte alte Kellerdecke
0,80
0,40
0,27
0,16

*) Wärmedämmung mit Dämmstoffen der Leitfähigkeit 0,04 W/mK. Siehe auch technische Werte zu Dämmstoffe.

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EMPFEHLUNGEN

Die kostengünstigste Dämmung ist in der Regel die Dämmung der obersten Geschoßdecke oder des Daches.
Im Zweifelsfalle ist immer mit der größeren Dämmstärke zu dämmen. Fassadendämmungen unter 10 cm sollten der Vergangenheit angehören. Hohe Dämmstärken steigern den thermischen Komfort.
Je höher die Dämmung, desto entscheidender die Vermeidung von Wärmebrücken und Luftleckagen.
Eine energetische Gebäudesanierung beschränkt sich nicht nur auf die Wärmedämmung, sondern bezieht auch die Kontrolle der Fenster, der Heizanlage und den Luftwechsel mit ein.
Bei Fassadensanierungen zählt der Vollwärmeschutz zu den technisch empfehlenswerten und ökonomischen Sanierungsvarianten.
Thermische Sanierungen sind langlebige Baumaßnahmen (Fassade 30-50 Jahre). Höhere Erstinvestitionskosten amortisieren sich über viele Nutzungsjahre.
Thermische Sanierung ist ein Beitrag für unsere Umwelt und wird auch entsprechend staatlich gefördert.

Bildnachweis:
1) Dt.Bundesarchitektenkammer; Energiegerechtes Bauen und Modernisieren; Birkhäuser; 1996
2) Werte 1975-1990 nach D.Kaspar; EVN-Energieberatung; Moderne Raumlüftung; Gmünd; 2000

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© by Architekt DI. Wolfgang Mück - Wien / Österreich