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Einfluß der Fensterorientierung auf den Heizwärmebedarf (2)

 

 

 




Beschattung durch Vorbauten und Einfluß auf den Heizenergiebedarf (2))


 

 

 

 


 

 

 

 

 



Einfluß des Fensterrahmens am Heizwärmebedarf (2)

Architekt Dl.Wolfgang Mück
A-1190 Wien, Billrothstr.29 - Tel/Fax :43-1-3690203

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Ökologisches Bauen
Das solare Fenster


Solares Wintergartenfenster - Planung W.Mück (1)

BESONNUNG
Wohin sollen Fenster orientiert sein?
Bei Wohnhäuser sind die Fenster der wichtigen Wohn- und Aufenthaltsräume gegen die Südrichtung auszurichten. Denn nur diese Fenster gewährleisten in der Winterperiode natürlichen Sonneneinfall, hingegen nimmt der Sonneneinfall auf west- und ostseitige Fenster ab. Die Belichtung der Nordseite sollte deshalb für untergeordnete Räume vorbehalten bleiben.
Weiterer Vorteil ist, das optimal nach Süden ausgerichtete senkrechte Fenster im Hochsommer weniger Wärmebelastung in die Räume abstrahlen (aufgrund der hohen Lichtreflexion), als vergleichsweise nach Osten oder Westen orientierte Fenster. Räume mit westseitigen Fenstern neigen im Sommer vielfach zu Überwärmung und benötigen ausreichenden Sonnenschutz.

ISiedlungszeilen sollten ebenfalls Südfenster für die Wohnräume aufweisen. Daher sind ost-west orientierte Zeilenanordnungen die logische Konsequenz. Diese Planung ist zudem auch für den Einbau von aktiven solartechnische Anlagen wie Kollektoren, Photovoltaik.. günstig.

Welche Fenstergüte auf welcher Hausseite?

  • Für unbeschattete Südfenster genügen Glas U-Werte*) von 1,1 W/m2K. Bei geringeren U-Werten verschlechtert der g-Wert**) die Energiebilanz.
  • Beschattete Südfenster sollten geringe U-Werte aufweisen.
  • Nord, West und Ostfenster, sowie teilbeschattete Südfenster sollten geringere U-Werte als 1,1 W/m2K aufweisen.


BESCHATTUNG
Wesentliches Beurteilungskriterium für den solaren Gewinn ist die Beschattung. Sie hat größeren Einfluß auf den Heizwärmebedarf als die Orientierung und die Verglasung.

  • Vorbauten (Balkone, Loggien):
    In der Übergangszeit, wenn genügend solare Energie angeboten wird, kann diese durch die Beschattung nicht genutzt werden. Vorteilhaft ist jedoch die hochsommerliche Beschattung.

  • Bäume:
    Nadelbäume verschatten ganzjährig, Vorteilhaft sind Laubbäume. Sie verschatten im Sommer und beeinträchtigen gering im Frühjahr und Winter.


MATERIALEINFLUSS

GLAS
2 Kennwerte beeinflußen die Fensterqualität:

  • Der U-Wert gibt Auskunft über die Verluste.
  • Der g-Wert über die solaren Gewinne. In der Praxis sind hochgedämmte Fenster (geringer U-Wert) mit geringen g-Werten ausgestattet.

FENSTERRAHMEN

  • Das Rahmenmaterial bestimmt den U-Wert des Rahmens.
    Geringe Rahmenanteile verbessern den U-Wert des Gesamtfensters. Große Fensterflächen ohne Teilung haben geringere Rahmenanteile und sind auch preisweter.
  • Die Abstandhalter sollten bei hochdämmenden Fenstern aus Edelstahl oder Kunststoff sein.
  • Passivhäuser benötigen hochdämmende Rahmen oder eine äußere Überdämmung des Fensterrahmens,

*) U-Wert: Wärmedurchgangskoeffizient in W/m2K
**) g-Wert: Gesamtenergiedurchlaß in %, hochdämmende Gläser besitzen geringere g-Werte

Bildnachweis:
(1) Photo W. Mück
(2) Fraefel R.; Heizen und Lüften im Niedrigenergiehaus; Ökobuch; 2000

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© by Architekt DI. Wolfgang Mück - Wien / Österreich