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Ökologisches
Bauen
Das
solare Fenster

Solares Wintergartenfenster - Planung W.Mück
(1)
BESONNUNG
Wohin sollen Fenster orientiert sein?
Bei Wohnhäuser sind die Fenster der wichtigen Wohn- und Aufenthaltsräume
gegen die Südrichtung auszurichten. Denn nur diese Fenster gewährleisten
in der Winterperiode natürlichen Sonneneinfall, hingegen nimmt der
Sonneneinfall auf west- und ostseitige Fenster ab. Die Belichtung der
Nordseite sollte deshalb für untergeordnete Räume vorbehalten
bleiben.
Weiterer
Vorteil ist, das optimal nach Süden ausgerichtete senkrechte Fenster
im Hochsommer weniger Wärmebelastung in die Räume abstrahlen
(aufgrund der hohen Lichtreflexion), als vergleichsweise nach Osten oder
Westen orientierte Fenster. Räume mit westseitigen Fenstern neigen
im Sommer vielfach zu Überwärmung und benötigen ausreichenden
Sonnenschutz.
ISiedlungszeilen
sollten ebenfalls Südfenster für die Wohnräume aufweisen.
Daher sind ost-west orientierte Zeilenanordnungen die logische Konsequenz.
Diese Planung ist zudem auch für den Einbau von aktiven solartechnische
Anlagen wie Kollektoren, Photovoltaik.. günstig.
Welche Fenstergüte
auf welcher Hausseite?
- Für unbeschattete Südfenster genügen Glas U-Werte*)
von 1,1 W/m2K. Bei geringeren U-Werten verschlechtert der g-Wert**)
die Energiebilanz.
- Beschattete Südfenster sollten geringe U-Werte aufweisen.
- Nord, West und Ostfenster, sowie teilbeschattete Südfenster sollten
geringere U-Werte als 1,1 W/m2K aufweisen.
BESCHATTUNG
Wesentliches Beurteilungskriterium für den solaren Gewinn ist die
Beschattung. Sie hat größeren Einfluß auf den Heizwärmebedarf
als die Orientierung und die Verglasung.
- Vorbauten (Balkone, Loggien):
In der Übergangszeit, wenn genügend solare Energie angeboten
wird, kann diese durch die Beschattung nicht genutzt werden. Vorteilhaft
ist jedoch die hochsommerliche Beschattung.
- Bäume:
Nadelbäume verschatten ganzjährig, Vorteilhaft sind Laubbäume.
Sie verschatten im Sommer und beeinträchtigen gering im Frühjahr
und Winter.
MATERIALEINFLUSS
GLAS
2 Kennwerte beeinflußen die Fensterqualität:
- Der U-Wert gibt Auskunft über die Verluste.
- Der g-Wert über die solaren Gewinne. In der Praxis sind hochgedämmte
Fenster (geringer U-Wert) mit geringen g-Werten ausgestattet.
FENSTERRAHMEN
- Das Rahmenmaterial bestimmt den U-Wert des Rahmens.
Geringe Rahmenanteile verbessern den U-Wert des Gesamtfensters. Große
Fensterflächen ohne Teilung haben geringere Rahmenanteile und sind
auch preisweter.
- Die Abstandhalter sollten bei hochdämmenden Fenstern aus Edelstahl
oder Kunststoff sein.
- Passivhäuser benötigen hochdämmende Rahmen oder
eine äußere Überdämmung des Fensterrahmens,
*) U-Wert:
Wärmedurchgangskoeffizient in W/m2K
**) g-Wert: Gesamtenergiedurchlaß in %, hochdämmende Gläser
besitzen geringere g-Werte
Bildnachweis:
(1) Photo W. Mück
(2) Fraefel R.; Heizen und Lüften im Niedrigenergiehaus; Ökobuch;
2000
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©
by Architekt DI. Wolfgang Mück - Wien / Österreich
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