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Gesundes
Wohnen
Raumluft

Gesundheitsstörung
durch chronische Schadstoffbelastung (1)
LUFTQUALITÄT
Der hygienische Luftwechsel in Gebäuden ist von entscheidender Bedeutung
für unsere Gesundheit. Die Verringerung des Luftwechsels bringt nicht
nur eine Konzentrationserhöhungen chemischer Luftschadstoffe, sondern
auch eine Anreicherung mit Keimen und Viren. Insbesondere in der Heizperiode
werden Infektionen wie Grippe, Masern, Scharlach u.a. nahezu ausschließlich
in Räumen übertragen. Neben der Entfernung von Emissionen werden Komfortanforderungen
an die Raumluft, wie "frische" Luft und die Regulation der Luftfeuchte
maßgeblich davon beeinflußt. Insbesondere in der kalten Jahreszeit erhöht
sich das Risiko der Schimmelbildung und die
Belastung unseres Immunsystem nachhaltig.
Emissionen
bei ungenügendem Luftwechsel:
Folgen dichter Fenster:
LUFTWECHSEL
Wichtiges Kriterium für die Luftqualität ist die Luftwechselrate.
Sie beschreibt, wie oft die Raumluft innerhalb einer Stunde mit der Außenluft
ausgetauscht wird. Als Leitsubstanz (Indikator) für den Grad der Luftverunreinigung
wird das Kohlendioxyd (CO2) angesehen. Werte zwischen 0,1 und 0,15 Vol%
CO2 werden als "hygienischer Grenzwert" angesehen.
Im
Wohnbereich weisen Schlafräume aufgrund der langen Verweildauer bei
kleinen Raumluftvolumen und hoher Personenbelegung (z.B. Eltern mit Kleinkind)
ungenügende Luftqualitäten auf. Durch Offenhalten der Zimmertür,
bzw. Lüften durch die Fenster (warme Jahreszeit) können erhebliche
Verbesserungen erzielt werden.
ENERGIESPARENDE
MASSNAHMEN
Forcierte Energiesparmaßnahmen und
Reduzierung des Luftwechsels,
wie zu hohe Fensterdichtungen, haben das Schadstoffrisiko in unseren Innenräumen
signifikant ansteigen lassen. Beispielhaft sei der Anstieg der Radongasbelastung
angeführt.
Wer Energiesparen will und hygienische Raumluft fordert benötigt
eine kontrollierte Wohnungslüftung.
EMPFEHLUNGEN:
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Täglich
mehrfaches Stoßlüften (alle 2 Stunden), wenn möglich
Querlüften. Die Lüftungsdauer sollte zwischen 0,5 - 3
Minuten betragen.
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In Raucherwohnungen
zumindest alle 30 Minuten Stoßlüften!
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| Langes
ständiges Lüften durch Kippen vermeiden. Es läßt
Wände stark abkühlen und Schimmelgefahr
ansteigen. |
| Einbau
einer kontrollierten Be- und Entlüftungsanlage. |
| Durch
Lüften werden alle Arten von Raumluftbelastungen i.d.R. stark
vermindert (Radon, Formaldehyd,
Haushaltsreiniger..) |
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Sollten
trotz ausreichender Lüftungsmaßnahmen weitere gesundheitliche
Beeinträchtigungen bestehen, dann ist ein Arzt zu konsultieren
und die Wohnung, bzw das Gebäude durch einen Fachmann begutachten
zu lassen (Beratung). Bei Verdacht auf
Innenraumemissionen können weitere meßtechnische Analysen
notwendig werden.
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Bildnachweis:
(1)
Grafik Mück; nach Wassermann toxikol.Institut Uni Kiel, 1986
2) Burkart und Chakraborty(1983) in Witthauer, Horn, Bischof; Raumluftqualität;
C.F.Müller Verlag; 1993
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© by Architekt DI. Wolfgang Mück -
Wien / Österreich
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