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Staatlich befugter und beeideter Ziviltechniker

 

 

 

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Sterblichkeit durch Radongas bezogen auf die eingesparte Energie.
Je geringer der Luftwechsel, desto höher die Sterblichkeits-wahrscheinlichkeit (2)

Architekt Dl.Wolfgang Mück
A-1190 Wien, Billrothstr.29 - Tel/Fax :43-1-3690203

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Gesundes Wohnen
Raumluft


Gesundheitsstörung durch chronische Schadstoffbelastung (1)

LUFTQUALITÄT

Der hygienische Luftwechsel in Gebäuden ist von entscheidender Bedeutung für unsere Gesundheit. Die Verringerung des Luftwechsels bringt nicht nur eine Konzentrationserhöhungen chemischer Luftschadstoffe, sondern auch eine Anreicherung mit Keimen und Viren. Insbesondere in der Heizperiode werden Infektionen wie Grippe, Masern, Scharlach u.a. nahezu ausschließlich in Räumen übertragen. Neben der Entfernung von Emissionen werden Komfortanforderungen an die Raumluft, wie "frische" Luft und die Regulation der Luftfeuchte maßgeblich davon beeinflußt. Insbesondere in der kalten Jahreszeit erhöht sich das Risiko der Schimmelbildung und die Belastung unseres Immunsystem nachhaltig.

Emissionen bei ungenügendem Luftwechsel:

Quelle Ursache
CO2 Kohlendioxid aus Belegungsdichte (z.B. Kinderzimmer mit 2 Kinder)
CO durch Heizen
Wasserdampf aus allen Aktivitäten aus Bewohnung, Waschen, Kochen..
Rauchinhaltstoffe durch Rauchen in Wohnung
Reinigung durch Haushaltsreinigung, Waschmittel, Kosmetik
Werken, Einrichtung aus Lacken, Lösemittel, Kleber, Textilien
Hausstaub aus Textilien und Einrichtung
Mikroorganismen durch Haare, Hausstaubmilbe


Folgen dichter Fenster:

Folgen Wirkung
Luftfeuchte Erhöhung der Luftfeuchte in Innenräumen
Bauwerks-feuchte Feuchte- und Schadensbildung an Konstruktionsteilen. Gefährdung von Holzteilen.
Schimmel-bildung Risiko der Schimmelbildung. Allergie
Mikro-organismen Starke Vermehrung von Mikroorganismen, insbesondere der Hausstaumilbe. Allergie


LUFTWECHSEL

Wichtiges Kriterium für die Luftqualität ist die Luftwechselrate. Sie beschreibt, wie oft die Raumluft innerhalb einer Stunde mit der Außenluft ausgetauscht wird. Als Leitsubstanz (Indikator) für den Grad der Luftverunreinigung wird das Kohlendioxyd (CO2) angesehen. Werte zwischen 0,1 und 0,15 Vol% CO2 werden als "hygienischer Grenzwert" angesehen.

Im Wohnbereich weisen Schlafräume aufgrund der langen Verweildauer bei kleinen Raumluftvolumen und hoher Personenbelegung (z.B. Eltern mit Kleinkind) ungenügende Luftqualitäten auf. Durch Offenhalten der Zimmertür, bzw. Lüften durch die Fenster (warme Jahreszeit) können erhebliche Verbesserungen erzielt werden.


ENERGIESPARENDE MASSNAHMEN

Forcierte Energiesparmaßnahmen
und Reduzierung des Luftwechsels, wie zu hohe Fensterdichtungen, haben das Schadstoffrisiko in unseren Innenräumen signifikant ansteigen lassen. Beispielhaft sei der Anstieg der Radongasbelastung angeführt. Wer Energiesparen will und hygienische Raumluft fordert benötigt eine kontrollierte Wohnungslüftung.


EMPFEHLUNGEN:

Täglich mehrfaches Stoßlüften (alle 2 Stunden), wenn möglich Querlüften. Die Lüftungsdauer sollte zwischen 0,5 - 3 Minuten betragen.

In Raucherwohnungen zumindest alle 30 Minuten Stoßlüften!

Langes ständiges Lüften durch Kippen vermeiden. Es läßt Wände stark abkühlen und Schimmelgefahr ansteigen.
Einbau einer kontrollierten Be- und Entlüftungsanlage.
Durch Lüften werden alle Arten von Raumluftbelastungen i.d.R. stark vermindert (Radon, Formaldehyd, Haushaltsreiniger..)

Sollten trotz ausreichender Lüftungsmaßnahmen weitere gesundheitliche Beeinträchtigungen bestehen, dann ist ein Arzt zu konsultieren und die Wohnung, bzw das Gebäude durch einen Fachmann begutachten zu lassen (Beratung). Bei Verdacht auf Innenraumemissionen können weitere meßtechnische Analysen notwendig werden.

Bildnachweis:
(1) Grafik Mück; nach Wassermann toxikol.Institut Uni Kiel, 1986
2) Burkart und Chakraborty(1983) in Witthauer, Horn, Bischof; Raumluftqualität; C.F.Müller Verlag; 1993

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© by Architekt DI. Wolfgang Mück - Wien / Österreich