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Staatlich befugter und beeideter Ziviltechniker

 

 

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Infrarotanteil von Heizkörper (2)

 

 

 

 


Heizleistung in Watt
verschiedener Heizkörper (3)

 

 

 

 

 

 

Architekt Dl.Wolfgang Mück
A-1190 Wien, Billrothstr.29 - Tel/Fax :43-1-3690203

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Gesundes Wohnen
Heizung und Gesundheit


Wärmephysiologie
(1)

WÄRMEREGULATION
Der menschliche Organismus kennt eine Reihe von Regelmechanismen zur Aufrechterhaltung der Kerntemperatur, die vom Wärmezentrum im Zwischenhirn gesteuert werden.

Die chemische Energie der Nährstoffe wird in mechanische Energie und Wärme umgewandelt. Der Wärmeaustausch mit der Umwelt findet durch Wärmeleitung, Wärmekonvektion, Strahlung und Leitung statt. Der größte Teil der Wärmeabfuhr wird durch die Atmung gewährleistet. Bei veränderten Luftqualitäten müssen andere Regulatoren die Temperaturkonstanz gewährleisten. So kann bei Schwüle die feuchte Raumluft nur geringe Feuchtemengen aus der Lunge aufnehmen. In diesem Fall wird durch erhöhte Transpiration verstärkte Wärmemengen dem Körper entzogen.

Die Gewährleistung der thermischen Behaglichkeit ist somit Voraussetzung für die Erhaltung des Wohlbefindens und der vollen Leistungsfähigkeit.


WÄRMEABGABE

Für ein behagliches Heizungsraumklima gilt :

  • Hoher Strahlungsanteil
  • Geringe konvektive Luftbewegung
  • Geringe Heizflächentemperaturen verhindern Pyrolyseeffekte (Staub+Schadstoffe)
  • Keine große vertikale Temperaturschichtung
  • Keine Wärmemonotonie zwischen den Räumen
  • Je schlechter die thermische Behaglichkeit (z.B.Altbau), desto besser sollte das Heizsystem sein.

HEIZSYSTEME

Heizsystem
Oberflächen-temperatur
in °C
bei mittl. HWT*)
Anmerkungen
Einzelofen
-
Durch hohen konvektiven Wärmeanteil können große Raumflächen rasch aufgeheizt werden. Erfordert genügend Lüftung um CO-Anreicherungen gering zu halten. Hohe Ofentemperaturen führen zu Staubverschwelung. Starke thermische vertikale Raumzonierung.Die Einsicht auf das Feuer stimuliert psychisch positiv.
Radiator, Plattenheiz-körper
-
Auslegung auf Niedertemperaturniveau zwischen 40/35°C ermöglicht verbesserte IR-Strahlungs-leistungen. Dies erfordert gute Wärmedämmung und große Heizkörper. Gutes Regelverhalten.
Sockelleiste
bei 30°C
mittl. HWT
ca. 21°C,

bei 35°C
mittl. HWT
ca. 21°C
Kleinteilige Rippenrohrkonvektoren. Konvektive Warmluftabgabe an Wandflächen, die Wärmestrahlung in den Raum abgeben. Stellplatzeinschränkung. Gute Wandtrocknung bei feuchten Erdniveau-Räumen. Flinke Regelung.
Fußboden-heizung
bei 30°C
mittl. HWT
ca. 25-26°C,

bei 35°C
mittl. HWT
ca. 27-28°C (Bad)
Niedertemperatur-Flächenheizung mit träger Wärmeregulation. Physiologisch sollten Oberflächentemperaturen von rund 25°C nicht überschritten werden, welches in schlecht gedämmten Gebäuden eine zusätzliche Heizung erfordert. Bei höheren Temperaturen werden die Gefäße (Venen) belastet. Gering temperierte Böden werden vielfach als angenehm empfunden. Günstig in Bädern.
Wandheizung
bei 30°C
mittl. HWT
ca. 29°C,

bei 35°C
mittl. HWT
ca. 33°C
Niedertemperatur- Wandflächenheizungen erhöhen die Temperatur der umschließenden Außenwandflächen und ermöglichen eine Lufttemperaturabsenkung um
1-2°C, die Heizkosten spart. Die Infrarotstrahlung trifft den Menschen im Gegensatz zur Fußbodenheizung großflächig. Je nach Wandkonstruktion und Wärmedämmunganordnung ist die Regulation flink bis träge. Bei Altbauten wird der Behaglichkeitskomfort deutlich angehoben, erfordert jedoch eine Dämmentkopplung von der Massivwand.
+) HWT= Heizwassertemperatur

Bildnachweis:
(1) Grandjean; Physiologische Arbeitsgestaltung 4.Aufl.; Ott-Verlag; 1991
(2) Dt.Bundesarchitektenkammer (Hrsg.), Hirsch, Lohr, Braunmühl etal; CO2-Reduktion und Energieeinsparung Teil1; Wuppertaler Institut; Bonn; 995 in Schulze Darup; Bauökologie; Bauverlag; 1998
(3) Richtwerte verschiedener Hersteller

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© by Architekt DI. Wolfgang Mück - Wien / Österreich