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Gesundes
Wohnen
Elektrobiologie

Elektrische Felder
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Unsere Wohn- und
Arbeitsstätten sind in immer größeren Umfang elektromagnetischer
Strahlung oder Elektrosmog ausgesetzt. Diese Strahlung ist durch die Sinnesorgane
nicht wahrnehmbar.
SIND
ELEKTROMAGNETISCHE FELDER (EMF) GESUNDHEITSSCHÄDLICH?
Elektrosensible
Menschen reagieren auf elektromagnetische Feldeinflüsse. Man nimmt
an, daß bis 4% der Bevölkerung auf Elektrosmog empfindlich
reagiert.
Trotz jahrelanger umfangreicher Studien des Einflußes von elektromagnetischen
Feldern auf den Menchen wird eine gesundheitliche Gefährdung sehr
zurückhaltend diskutiert. Die meisten Studien weisen erhöhte Gesundheitsrisiken
durch Elektroeinflüsse nach, doch sind die festgestellten Risken
in der Regel klein.
Diskutierte gesundheitliche
Zusammenhänge:
- Minderung der
Melatoninbildung
- Beeinträchtigung
des Immunsystems
- Risikoerhöhung
bei Leukämie und Krebs
Solange die Wirkmechanismen
durch elektromagnetische Felder nicht vollständig geklärt sind,
sollte präventiv die Belastung möglichst reduziert werden.
WELCHE
EM-FELDER GIBT ES?
NIEDERFREQUENTE WECHSELFELDER
Verbreiterte
Anwendungsbereiche sind:
- 50 Hz
Gebäudeverteilernetz, Freileitungen
- Transformatoren
- Elektrische
Haushaltsgeräte
und Maschinen
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Eigenschaften |
Baubiologische
Maßnahmen |
| Niederfrequente
elektrische Wechselfeld |
Es
entsteht um elektrische Geräte und Kabel, die unter Wechselspannung
stehen. Das Wechselfeld ist spannungs-abhängig und nimmt mit zunehmender
Entfernung zur Feldquelle stark ab. |
Je
größer der Abstand, desto kleiner das Feld.
Abschirmung meist relativ einfach möglich. Netzfreischalter.
Von außen eindringende elektrische Felder werden durch die Hausumhüllung
stark reduziert. |
| Niederfrequente
magnetische Wechselfelder |
Es
entsteht um alle Geräte, Leitungen und Kabel, die stromdurchflossen
sind. Es nimmt mit der Entfernung zum Felderzeuger ab und durchdringt
den menschlichen Körper, wie auch Baumaterialien. |
Je
größer der Abstand, desto kleiner das Feld.
Abschirm-maßnahmen meist sehr aufwendig und kaum möglich.
Bei höheren Flußdichten Gefährdung von Trägern
mit Herzschrittmachern. |
HOCHFREQUENTE WECHSELFELDER
Verbreiterte
Anwendungsbereiche sind:
- Mikrowellengeräte
- Radareinrichtungen
- Sendemaste
(Radio, Fernsehen)
- Handy (Maste, DECT-Basisstation, Handy)
- Funk-Babyphone
- Funkverbindung für PC-Netze
- Bildschirme
EMPFEHLUNGEN
ZUR FELDREDUKTION:
| Planung |
Elektrobiologische Feldminimierung kann großteils durch Fachkenntnis
in der Elektroführung ohne materiellen Mehraufwand erzielt werden.
Hierzu zählt besonders die Hausanspeisung und Leitungsführung innerhalb
von Gebäuden und der größtmögliche Abstand zu den Bewohnern. |
| Technische
Maßnahmen |
Netzfreischaltung:
Die wohl einfachste technische Einrichtung ist der Netzfreischalter,
der durch Automatikausschaltung des Stromkreises eine drastische
Feldreduzierung während der Nachtruhe gewährleistet.
Abschirmung:
Magnetische Felder von Elektroleitungen können durch spezielle verdrillte
und abgeschirmte Kabel reduziert werden. Starke Magnetfelder von
Haushaltsgeräten oder im Haus befindliche Trafostationen sind nur
mit sehr hohem Kostenaufwand zu schirmen. Eine magnetische Abschirmung
der Leitungen und Geräte ist mit hohem Installationsaufwand verbunden
und sollte nur bei elektrosensiblen Personen angewendet werden.
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| Einrichtung |
Beleuchtung:
Niedervolt-Spotbeleuchtungen mit getrennten Leiterbahnen weisen
meist hohe elektromagnetische Felder auf.
Kleintrafos:
Hausgeräte mit Kleintrafos (Spotleuchten, Radiowecker) aus
dem unmittelbaren Schlafbereich entfernen. Radiowecker auf Batteriebasis
betreiben.
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| HF-Funk |
DECT-Basisstation
für Schnurlostelephon:
Höchstmöglicher Abstand zur DECT-Basisstation. Installation
in Nebenräumen, Keller, nicht in Nähe von Schlaf- und
Arbeitsplätzen. Abstände ab 5 m günstig.
Alternativ werden
noch CT1+ Schnurlostelephone im Fachhandel angeboten.
Babyphone:
Ermitteln Sie den größtmöglichen Abstand zum Kopf
Ihres Kindes, das können auch Meter sein. Meiden Sie DECT-Babyphone.
Alternativ können Babyphone über das Stromnetz kommunizieren
.
PC-Funkverbindungen:
Bleiben Sie bei der altmodischen Kabelverbindung (z.B. Ethernet).
Sie ist schnell, sicher und zuverlässig und verursacht keine
dauernde Funkbelastung.
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Bildnachweis:
[1-4) Photo W.Mück
Quelle:
(*)König H., Elektrischer Strom alsUmweltfaktor;Pflaum-Verlag;1992
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© by Architekt DI. Wolfgang Mück -
Wien / Österreich
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