|
|
Häufigkeit
von atopischen Sensibilisierungen in der Schweiz.
Ergebnisse der Studien SAPALDIA (Wüthrich et aL 1995) und SCARPOL (Varonier et al. 1997) in Waeber, Wanner; Luftqualität in Innenräumen; BUWAL Bern; 1997
|
||||||||||||||||||||||||||||||||
Gesundes
Wohnen
Übersicht der Allergiequellen
Bis
zu einem Viertel der Bevölkerung in der industrialisierten Welt leidet
an Allergien. Das sind europaweit rund 80 Mio. Allergiker! Die Entwicklung
der letzten Jahre zeigt, daß die Tendenz steigend ist. Neben den
bekannten Allergien, wie Pollen- und Lebensmittelallergien, sind auch
in unseren Wohnungen spezielle Allergene heimisch. Insbesondere die Hausstaubmilbe,
Tierhaare und Schimmelpilze können hohe
Überempfindlichkeit des Immunsystems gegen körperfremde Stoffe
verursachen. Diese Auslösestoffe nennt man Allergene. Die Hausstaubmilbe verusacht in Österreich die meisten Hausallergien. Die Schätzungen für Österreich bewegen sich bis zu 700.000 betroffenen Personen. Die Hausstaubmilbe (Dermatophagoides pteronyssinus) besitzt eine Größe von ca. 0,3mm. Von den weit über hundert Milbenarten sind die Hausstaubmilbe und die Mehlstaubmilbe die Häufigsten. Ihre Lebenserwartung beträgt 3-4 Monate. Übertragen wird sie vorallem durch die Kleidung. Ihr bevorzugtes Milieu ist feucht und erreicht bei 75% Luftfeuchtigkeit ein Optimum. Wir finden sie bevorzugt im Schlafbereich und hier vor allem im Bett (in Matratzen, Wolldecken und Bettwäsche), wo die feuchte Bettwärme (Transpiration) ihr behagt. Unterhalb von 60% Luftfeuchte wird die Vermehrung reduziert und bei trockener Luft ist sie nur selten zu finden. Das erklärt auch, warum sie in Höhenlagen über 1500m nur selten nachzuweisen ist. Milbenallergiker sollten deshalb ihre Urlaubszeit bevorzugt im Hochgebirge verbringen. Sie ernährt sich von organischen Resten, insbesondere von Schuppen, die pro Person mit ca. 1 Gramm pro Tag anfallen. Im Laufe des Lebens werden große Mengen allergener Milbenkot produziert. Der allergenhaltige Staub wird aufgewirbelt und mit der Atemluft inhaliert. Symptome: Empfehlungen
STAUBLAUS, BÜCHERLAUS (Psocoptera) In den letzten Jahren wurde bei meinen Begehungen die Staublaus öfter festgestellt. Obwohl viele Arten bekannt sind, ist sie ca. 0,6-1,2 mm groß und sucht das feuchte Milieu. Sie ernährt sich vornehmlich von Schimmel, Lebensmittel und Papiermaterial. Sie ist vor allem in Neubauten und feuchten Wohnungen zu finden, wo sie den oft unsichtbaren, großflächigen Schimmelrasen abgrast. Sie hebt sich besonders auf weißen Wänden als kleiner, rötlich, lebhaft bewegender Punkt deutlich ab. Obwohl die Forschung noch im Gange ist, kann bei ihr allergologische Relevanz nachgewiesen werden. Zusätzlich ist zu beobachten, daß bei häufigem Vorkommen die Bewohner durch die Sichtbarkeit der Staublaus stark psychisch belastet werden.
Durch die steigende Beliebheit von Haustieren ist die Tendenz der Tierepithelallergie steigend. Katzen und Meerschweinchen, vor Hunde, Goldhamstern, Mäusen, Kaninchen, Ziervögeln u.a.m. können Überempfindlichkeit und Allergie hervorrufen. Hautschuppen, Speichelbestandteile und andere Stoffe haften den Haaren an und verbreiten sich in der Wohnung. Das Einatmen der Allergene verursacht infolge allergische Reaktionen auf Haut, Augen und Nase, oder wirkt auf den Atemweg. Empfehlungen
Zu den Innenraumallergien werden auch die Arbeitsplatz- oder Berufsallergien gezählt. Allergischen Belastungen am Arbeitsplatz begegnet man am Besten mit rechtzeitigen Arztbesuch und speziellen Gesundheitsseminaren, die über die Risken und Umgangsweise mit den berufsspezifischen Allergenen informieren. Wichtige Berufsallergie - Gruppen:
Bildnachweis: retour zu Gesundes Wohnen - Baubiologie © by Architekt DI. Wolfgang Mück - Wien / Österreich |
|||||||||||||||||||||||||||||||||