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Staatlich befugter und beeideter Ziviltechniker

 

Inhalt
Allgemeines
Hausstaubmilbe
Staublaus
Schimmel
Tierhaare
Berufsallergie
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Schimmel
Toxische Luftschadstoffe
Raumluft, menschl.Aktivität
Luftqualität und Luftwechsel
Kontrollierte Lüftung
Leistungen
Bauberatung
Gutachten

 

 

Quelle
Er-wach-sene
[%]
Kind
[%]
Graspollen
12,7
17,7
Birken- pollen
7,9
6,0
Hausstaub- milbe
8,9
11,3
Katze
3,8
2,9
Hund
2,8
1,6
Alternara - Schimmel
1,1
Panetana - Schimmel
0,7
Häufigkeit von atopischen Sensibilisierungen in der Schweiz.
Ergebnisse der Studien SAPALDIA (Wüthrich et aL 1995) und SCARPOL (Varonier et al. 1997) in Waeber, Wanner; Luftqualität in Innenräumen; BUWAL Bern; 1997

 

 

 



Hausstaubmilbe (1)

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


Staublaus (2)

 

 

 


 

 

 

 

 

 

Architekt Dl.Wolfgang Mück
A-1190 Wien, Billrothstr.29 - Tel/Fax :43-1-3690203

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Gesundes Wohnen
(Haus)- Allergie

Allergieübersicht


Übersicht der Allergiequellen

 

ALLGEMEINES

Bis zu einem Viertel der Bevölkerung in der industrialisierten Welt leidet an Allergien. Das sind europaweit rund 80 Mio. Allergiker! Die Entwicklung der letzten Jahre zeigt, daß die Tendenz steigend ist. Neben den bekannten Allergien, wie Pollen- und Lebensmittelallergien, sind auch in unseren Wohnungen spezielle Allergene heimisch. Insbesondere die Hausstaubmilbe, Tierhaare und Schimmelpilze können hohe Überempfindlichkeit des Immunsystems gegen körperfremde Stoffe verursachen. Diese Auslösestoffe nennt man Allergene.


DIE HAUSSTAUBMILBE

Die Hausstaubmilbe verusacht in Österreich die meisten Hausallergien. Die Schätzungen für Österreich bewegen sich bis zu 700.000 betroffenen Personen.

Die Hausstaubmilbe (Dermatophagoides pteronyssinus) besitzt eine Größe von ca. 0,3mm. Von den weit über hundert Milbenarten sind die Hausstaubmilbe und die Mehlstaubmilbe die Häufigsten. Ihre Lebenserwartung beträgt 3-4 Monate. Übertragen wird sie vorallem durch die Kleidung.

Ihr bevorzugtes Milieu ist feucht und erreicht bei 75% Luftfeuchtigkeit ein Optimum. Wir finden sie bevorzugt im Schlafbereich und hier vor allem im Bett (in Matratzen, Wolldecken und Bettwäsche), wo die feuchte Bettwärme (Transpiration) ihr behagt. Unterhalb von 60% Luftfeuchte wird die Vermehrung reduziert und bei trockener Luft ist sie nur selten zu finden. Das erklärt auch, warum sie in Höhenlagen über 1500m nur selten nachzuweisen ist. Milbenallergiker sollten deshalb ihre Urlaubszeit bevorzugt im Hochgebirge verbringen.

Sie ernährt sich von organischen Resten, insbesondere von Schuppen, die pro Person mit ca. 1 Gramm pro Tag anfallen. Im Laufe des Lebens werden große Mengen allergener Milbenkot produziert. Der allergenhaltige Staub wird aufgewirbelt und mit der Atemluft inhaliert.

Symptome:
Anzeichen sind tränende Augen, Niesanfälle, Fliesschnupfen, Husten und in fortgeschrittenem Stadium allergisches Asthma bronchiale. Sind die Symptome in der Nacht und nach dem Aufstehen ausgeprägt und ganzjährig festzustellen, sollten Sie unbedingt einen Arzt konsultieren.

Empfehlungen

Raumluftfeuchte Senken Sie die die Raumluftfeuchte, indem Sie häufig lüften. Luftbefeuchter sind kontraproduktiv und dienen nur der Milbe. Besonders in der Nacht sollte kühlere und trockenere (unter 50% r.F.) Luft als tagsüber angestrebt werden.
Encasings Glatte Kunststoffüberzüge (Encasings) erschweren die Unterschlupfmöglichkeiten für Milben, stören jedoch die Schweißabgabe. Vorteilhafter sind atmunsaktive Materialien in Goretex® Qualität.
Reinigung Bettwäsche Tägliches Lüften (=Trocknen) des Bettzeuges, wöchentliches Waschen der Bettwäsche und Matratze mit feuchtem Einmaltuch abwischen.
Oberflächen Fußböden sollten aus glatten Flächen bestehen. Günstig sind Parkette, Fliesen und Linolböden. Sie können feucht gewischt werden. Teppiche, Überwürfe, Samtvorhänge und Zierpolster sollten vermieden werden.
Spielsachen Sogenannte "Lieblings"-tiere können über Nacht tiefgekült werden.

 

STAUBLAUS, BÜCHERLAUS (Psocoptera)

In den letzten Jahren wurde bei meinen Begehungen die Staublaus öfter festgestellt. Obwohl viele Arten bekannt sind, ist sie ca. 0,6-1,2 mm groß und sucht das feuchte Milieu. Sie ernährt sich vornehmlich von Schimmel, Lebensmittel und Papiermaterial. Sie ist vor allem in Neubauten und feuchten Wohnungen zu finden, wo sie den oft unsichtbaren, großflächigen Schimmelrasen abgrast. Sie hebt sich besonders auf weißen Wänden als kleiner, rötlich, lebhaft bewegender Punkt deutlich ab.

Obwohl die Forschung noch im Gange ist, kann bei ihr allergologische Relevanz nachgewiesen werden. Zusätzlich ist zu beobachten, daß bei häufigem Vorkommen die Bewohner durch die Sichtbarkeit der Staublaus stark psychisch belastet werden.



SCHIMMEL, SCHIMMELPILZ


Schimmelinformation
Schimmelbericht im Kurier



TIERHAARE

Durch die steigende Beliebheit von Haustieren ist die Tendenz der Tierepithelallergie steigend. Katzen und Meerschweinchen, vor Hunde, Goldhamstern, Mäusen, Kaninchen, Ziervögeln u.a.m. können Überempfindlichkeit und Allergie hervorrufen. Hautschuppen, Speichelbestandteile und andere Stoffe haften den Haaren an und verbreiten sich in der Wohnung. Das Einatmen der Allergene verursacht infolge allergische Reaktionen auf Haut, Augen und Nase, oder wirkt auf den Atemweg.

Empfehlungen

Trennung vom Haustier Der wichtigste Rat kann einem echten Tierfreund kaum plausibel gemacht werden - "Trennen Sie sich von Ihrem Liebling".
Reinigung Achten Sie bei Kauf von Staubsaugern auf entsprechende Mikrofilter (Allergiker-Filter)
Besuche Meiden Sie Besuche bei Freunden mit Haustieren, auf die Sie allergisch reagieren. Treffen Sie sich besser im Freien oder im Cafe.

 

BERUFSALLERGIE

Zu den Innenraumallergien werden auch die Arbeitsplatz- oder Berufsallergien gezählt. Allergischen Belastungen am Arbeitsplatz begegnet man am Besten mit rechtzeitigen Arztbesuch und speziellen Gesundheitsseminaren, die über die Risken und Umgangsweise mit den berufsspezifischen Allergenen informieren.

Wichtige Berufsallergie - Gruppen:

Bäcker, Konditoren Getreideallergie, aber auch Allergie auf Mehlstaub und seine Verunreinigungen wie Enzyme, Schimmel, Milben
Medizinische Berufe Feinste Latexpartikeleinwirkungen auf Haut und auf Atemwege. Eingeatmet können dadurch heftige Asthmaattacken ausgelöst werden. Kreuzreak-tionen zu Obst wie Bananen, Avocados u.a.m. sind bekannt
Diverse Berufe Farb- und Kunststoffindustrie - Epoxydharz
Chemische Industrie - Isozyanate
Holzstaub - Teak- und Mahagonibearbeitung
Waschmittelerzeugung - Proteolytische Enzyme
Elektroindustrie - Kolophonium

Bildnachweis:
(1) Photo www.alexanderhausklinik.de
2) Grafik und Photo: Universität Paderborn - Angewandte Biologie (BRD)



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© by Architekt DI. Wolfgang Mück - Wien / Österreich