|
Gesundes
Wohnen
Thermische Behaglichkeit

Gemütliche
Wohnnische - Planung: Mück (1)
TRÄGT
DIE RAUMLUFT ZUR
WOHNBEHAGLICHKEIT BEI?
Die Raumluft hat große Bedeutung auf unser Wohlbefinden
und unsere Gesundheit. Man kann schlechtweg sagen die Luft die uns umgibt
ist wie ein Lebensmittel. Und das Beste ist gerade gut genug.
Wesentliche Parameter der Behaglichkeit im physikalischen Sinn auf das
subjektive Wohlbefinden sind:
- die Raumlufttemperatur,
- die
Temperatur
der Oberflächen,
- die
Luftfeuchte,
- die
Luftbewegung und
- die
Luftqualität
THERMISCHE
BEHAGLICHKEIT
Die Empfindung der Raumtemperatur beruht auf objektiven Raumklimaparametern,
wie z.B. der Lufttemperatur und der Temperatur der Umgebungsflächen,
der körperlichen Besonderheiten z.B. Gewicht, Geschlecht , der individuellen
Tätigkeit, der Bekleidung und der Nahrungsaufnahme.
Die Oberflächentemperatur
unserer Umschließungsflächen ist durch die Abgabe von Infrarotstrahlung
von entscheidender Bedeutung für die thermische Behaglichkeit . Wir kennen
diese Unbehaglichkeit besonders im Fensterbereich (alte Fenster), bei
denen es ungemütlich ist. Der Wiener Arzt Ledwina wies auf diese
Beziehung zwischen Oberflächentemperatur - Lufttemperatur und Behaglichkeit
durch seine Forschungen hin. Leider entsprechen viele unserer Außenwände
und Heizsysteme noch nicht diesen Anforderungen. Besonders Althäuser
mit ungenügend gedämmten Außenflächen weisen ungünstige
thermische Verhältnisse auf.
EMPFEHLUNGEN
| Die
Unterschiede zwischen Oberflächentemperatur und Raumtemperatur
sollten weniger als 2°C betragen. Dies kann durch moderne Fensterkonstruktionen
und wärmegedämmte Wand- und Deckenkonstruktionen erreicht
werden. Gleichzeitig wird Energie eingespart. |
| Das
vertikale Lufttemperaturgefälle sollte knapp über den Boden
bis in Kopfhöhe 2°C nicht überschreiten. |
| Die
Oberflächentemepratur des Fußbodens sollte zwischen 19-25°C
betragen. Fußkalte Böden sollten vorallem in Kinderzimmern
vermieden werden. |
| Bei
ungenügend gedämmten und unbehaglichen Gebäuden sollten
physiologisch hochwertige Heizsysteme mit großen Infrarotabstrahlflächen
eingesetzt werden, z.B. Wandflächenheizungen. |
| Vermeide
Wärmemontonien. Temperiere die Räume im Gebäude mit
unterschiedlichen Raumtemperaturen von 15°C im Gang bis 25°C
im Bad. |
Bildnachweis:
1) Photo: W. Mück
2) W. Frank; Raumklima und thermische Behaglichkeit, Berlin, 1975 in Dt.Bundesarchitektenkammer;
Energiegerechtes Bauen und Modernisieren; Birkhäuser Verlag; 1996
retour
zu Gesundes Wohnen - Baubiologie
top
©
by Architekt DI. Wolfgang Mück - Wien / Österreich
|