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Thermische Behaglichkeit
(2)

 

 

 

 

 

 

 

 

 
°C
Gang, Vorraum
15-17
Wohnraum
19-21
Schlafraum
16-19
Bad
21-25

Bevorzugte
Raumtemperaturen


 

Architekt Dl.Wolfgang Mück
A-1190 Wien, Billrothstr.29 - Tel/Fax :43-1-3690203

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Gesundes Wohnen
Thermische Behaglichkeit


Gemütliche Wohnnische - Planung: Mück (1)

TRÄGT DIE RAUMLUFT ZUR
WOHNBEHAGLICHKEIT BEI?
Die Raumluft hat große Bedeutung auf unser Wohlbefinden und unsere Gesundheit. Man kann schlechtweg sagen die Luft die uns umgibt ist wie ein Lebensmittel. Und das Beste ist gerade gut genug.
Wesentliche Parameter der Behaglichkeit im physikalischen Sinn auf das subjektive Wohlbefinden sind:

  • die Raumlufttemperatur,
  • die Temperatur der Oberflächen,
  • die Luftfeuchte,
  • die Luftbewegung und
  • die Luftqualität


THERMISCHE BEHAGLICHKEIT
Die Empfindung der Raumtemperatur beruht auf objektiven Raumklimaparametern, wie z.B. der Lufttemperatur und der Temperatur der Umgebungsflächen, der körperlichen Besonderheiten z.B. Gewicht, Geschlecht , der individuellen Tätigkeit, der Bekleidung und der Nahrungsaufnahme.

Die Oberflächentemperatur unserer Umschließungsflächen ist durch die Abgabe von Infrarotstrahlung von entscheidender Bedeutung für die thermische Behaglichkeit . Wir kennen diese Unbehaglichkeit besonders im Fensterbereich (alte Fenster), bei denen es ungemütlich ist. Der Wiener Arzt Ledwina wies auf diese Beziehung zwischen Oberflächentemperatur - Lufttemperatur und Behaglichkeit durch seine Forschungen hin. Leider entsprechen viele unserer Außenwände und Heizsysteme noch nicht diesen Anforderungen. Besonders Althäuser mit ungenügend gedämmten Außenflächen weisen ungünstige thermische Verhältnisse auf.


EMPFEHLUNGEN

Die Unterschiede zwischen Oberflächentemperatur und Raumtemperatur sollten weniger als 2°C betragen. Dies kann durch moderne Fensterkonstruktionen und wärmegedämmte Wand- und Deckenkonstruktionen erreicht werden. Gleichzeitig wird Energie eingespart.
Das vertikale Lufttemperaturgefälle sollte knapp über den Boden bis in Kopfhöhe 2°C nicht überschreiten.
Die Oberflächentemepratur des Fußbodens sollte zwischen 19-25°C betragen. Fußkalte Böden sollten vorallem in Kinderzimmern vermieden werden.
Bei ungenügend gedämmten und unbehaglichen Gebäuden sollten physiologisch hochwertige Heizsysteme mit großen Infrarotabstrahlflächen eingesetzt werden, z.B. Wandflächenheizungen.
Vermeide Wärmemontonien. Temperiere die Räume im Gebäude mit unterschiedlichen Raumtemperaturen von 15°C im Gang bis 25°C im Bad.

Bildnachweis:
1) Photo: W. Mück
2) W. Frank; Raumklima und thermische Behaglichkeit, Berlin, 1975 in Dt.Bundesarchitektenkammer; Energiegerechtes Bauen und Modernisieren; Birkhäuser Verlag; 1996

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© by Architekt DI. Wolfgang Mück - Wien / Österreich